PINODE in der Presse
31.07.2009
Promo-CD Review
Bericht von: Melanie, MedazzarockProgressiv ist immer etwas anspruchsvoller, abwechslungsreicher, und keine Party-Musik. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich Progressive reinzieht. Genauso verhält es sich auch mit der Schweizer Formation PINODE. PINODE bestehen seit 2001 und haben bereits einige Projekte veröffentlicht. Das Line-up besteht aus den vier Schweizern Roger Hoffmann (Gitarre), Michael Röthlin (Vocals), Serge Lanz (Drums) und Alan Benz (Bass). Leider sind auf dieser Promo-CD nur drei Tracks und ein Video („Groawa“) drauf. Die Songs aber sind kraftvoll und voller Energie. Leise Töne, schöne Melodien wechseln sich mit hämmernden Drums und dynamischen Gitarren-Riffs ab. Meines Erachtens überwiegt bei PINODE der Rock über dem Progressive, und dem oft verbundenen Psychodelic. Deshalb auch mehr meine Schiene. PINODE verstehen es mit Stimmungen zu spielen und diese zu erzeugen. Schöne, anspruchsvolle Musik, um sich aus dem Alltag in eine andere (Rock-) Welt entführen zu lassen. Das Video zu „Groawa“, nun ja, ist eben ein Musik-Video. In schwarz/weiß gehalten, springt es immer wieder zwischen der Band, die auf einer Theaterbühne steht und einem Typen, der sich von seinen Ketten befreit hat, hin und her. Ich bin kein großer Freund von künstlerischen Musik-Videos und das ist auch immer Geschmackssache. Für mich zählt mehr die Musik! 9 Punkte
25.06.2009
Pinode - Groawa
Bericht von: Das Schaf, trespass.ch„Musik neu erfinden heisst von Neuem zu lernen. Die Harmonie und Natürlichkeit der Inspiration spiegelt sich in Wort und Ton…“, so zu lesen auf der Page der Band Pinode. Die Combo aus Luzern und Langenthal ist eine Zusammenkunft von Soundkünstlern, die durch eigenwilligen, aber doch eingängien Gitarrenrock ihren Weg in die Herzen der Fans sucht und findet. Keine Musik für schnellen Genuss, Sound mit vor allem musikalisch kompositionellen Tiefgang, und dennoch geniessbar, ohne dass sie schwer auf dem Magen liegt. Als Vorgeschmack auf das neue Album, welches uns im Winter 2009/2010 präsentiert wird, schenken uns Pinode mit der Single „Groawa“ schon mal ein kleines Appetithäppchen. Reissende, stampfende satte Gitarren und ein tightes Drum, rockig, hart, heavy. Forscher Gesang, aggressiv, ächzend, keuchend, kraftvoll. „Groawa“, eine donnernde, heftige Nummer, geradliniger Rock, der keineswegs alltäglich tönt. Tool wird als Referenz genannt, und diese darf man ruhig so stehen lassen. Musik ist ein ständiges Neuarragement von sieben Grundtönen, und die können selbst Pinode nicht neu erfinden. Aber im Umgang mit ebendiesen zeigt sich die Band als Truppe kreativer Komponisten, welche sich nicht von Eintönigkeit, der Allgemeinheit oder von irgendwelchen Genregrenzen lenken lassen. „Groawa“ speigelt dies vorzüglich wider – ein netter Vorgeschmack auf die kommende Platte.
17.05.2005
Kristofer Aström& The Hidden Truck, Britta Person, Pinode Akustisch in der Boa Luzern
Bericht von: Urs Arnold, Das NetzmagazinEin Schwedischer Abend mit Kristofer Aström in der Luzerner Boa, an dem vieles richtig war und nichts falsch. Der Konzertsaal der Boa: Unendliche Weiten menschenleeren Raumes warten auf neugierige Musikentdecker, von denen sich einige um 20:30h bereits vor der Bühne versammelt haben. Der Auftakt des Abends ist Pinode vergönnt. Trotz dem verdächtigen "accoustic" hinter dem Bandnamen bieten die drei Herren aus Luzern in keinster Weise sanfte Akkordfidelie, sondern bauen geschickt eine dichte, spannende Klangatmosphäre auf. Die Stimme von Sänger Mich erinnert dabei gerne mal an Elliot Smith selig. Nach einer halben Stunde ist der Grundstein zu einem grossen Konzertabend gelegt und wer Pinode schon mal eingesteckt gehört hat, staunt immer noch über die gerade dargebotenen Neuinterpretationen.
1.05.2005Latterday
Bericht von: Robert Pally (Swiss Music News)Gute drei Jahre nach ihrem Debüt, dass sich durch eine eigenwillige fast intellektuelle Herangehensweise an die Themen Metal und Rock auszeichnete, legt der Innerschweizer Vierer den nachfolger vor. Auf Latterday geht die Band um Roger Hofmann ehemals C7inch differenzierter ans Werk. Differenzierter in ihrer Wucht aber auch differenzierter in ihrem Spektrum. Natürlich dürfen Bands wie Tool, Helmet oder System of a Down immer noch als Referenz herangezogen werden. Pinode haben sich aber weiter geöffnet . Durch Latterday ziehen sich immer wieder fast sphärische Momente, die zuweilen an Cure in ihrer Disintegration-Phase mahnen. Der Song Bassex endet sogar in folkiger Ruhe. Was vorher passiert, ist nicht vorhersehbar. Pinode wechseln in ihren Songs immer wieder überraschend die Richtung, werden laut, werden leise oder fordern den Hörer mit komplexen Strukturen heraus. Kein Album für eine Nacht , dafür bleibt es dann länger als bis zum Frühstück.
01.03.2005Metal Hammer Demozone
Bericht von: Henning RichterAusgabe 03/05 Pinode (1.Album!) Einen ersten Hinweis liefert das Info der Schweizer: Gitarrist Roger Hofmann war Schüler von Tommy T.Baron der in den Achtzigern und Neunzigern mit Coroner einige überragenden Alben einspielte. Das legendäre Trio intonierte trickreichen Metal mit Thrashanleihen, aber auch eigenwillig melodischen Passagen. Lauscht man diesem Neun-Track-Demo, wird der Eindruck zur Gewissheit, dass sich das Quartett auf die Spuren von Coroner begeben hat. Ein lobenswerter Schritt, zelebriert doch kaum eine Band komplexen Melodic Thrash auf hohem Niveau. Sämtliche Titel fussen auf den variabeln, dennoch durchschlagenden Rhythmen der groove-Fakultät. Hofmanns Gitarre schraubt sich von harmonischen Tiefen hinauf in schmirgelnde Höhen, ihr Saiten-Repertoire reicht von gradlinigen Soli bis zu tosenden Akkorden. In Mich Röthlin fanden die Eidgenossen einen kongenialen Sänger, der von poetischem Gesang bis zu beherztem Schreien eine breite Palette von Möglichkeiten besitzt. Jede Band hat Einflüsse, Pinode brauchen sich ihrer Inspirationen wahrlich nicht zu schämen. Dieses Demo ist grosses, anspruchsvolles Rock-Kino.
04.04.2003Pinode - Pinode
Bericht von: Outsider-Shop Olten onlineBestens produzierter Guitarren Crossover aus den Schweizer Landen. Frisch und unverbraucht wird hier drauflos gepowert. Das Songspektrum reicht von alten Soundgarden bis Faith No More und macht Spass ohne Ende. Heisser Guitarrenrock verschönert das das ein und killt live wie die Sau, also Leute ist doch um längen besser als jeder aufgewärmte Crossover Akt der Marke Audioslave. Mich jedenfalls ¸berzeugen die Jungs vollauf, wenn man dem Sound so zuhört könnte man beinahe meinen es seien Saliva die da aus den Boxen brettern.
05.03.2003Pinode - Pinode
Bericht von: Urs SchweglerPinode beweisen mit ihrer Debutscheibe, dass es auch ohne riesigen Mittelaufwand möglich ist, ein tolles Album aufzunehmen. Entstanden ist ein solides Rockalbum, welches wohl irgendwo mit härteren Tool, energievollen Pearl Jam und Nirvana verwandt ist. Auf Computer-Schnickschnack verzichten Pinode gänzlich - das haben sie bei ihrer perfekten Instrumentierung, die als Einheit ¸berzeugt - nicht nötig. Auch die Produktion stimmt und doch ist man sich ein Rauschen hier und ein Boxen-Pfeifen da nicht zu schade, was sehr sympathisch her¸berkommt. Einige der Songs scheinen beinahe First-Takes zu sein, was im Gespräch mit der Band auch bestätigt wird. So seien sechs der neun Songs am gleichen Tag aufgenommen worden. Was besonders zuversichtlich stimmt, ist, dass mit Mich auch endlich einmal ein Schweizer Sänger am Mikrophon steht, der seine Band durch sein Stimmorgan deutlich von den leider viel zu häufigen Schweizer Durchschnittsveröffentlichungen abzuheben vermag. Ich wage mal die Prognose, dass man von Pinode noch viel hören wird.
25.11.2002Gewichtige Riffs und eigenwillige Breaks / Konzert in der I45 - Zug
Bericht von: Robert Pally, Zuger ZeitungUnangepasste PINODE: Die Einflüsse des Innerschweizer Quartetts kommen aus folgender Ecke: Irgendwo zwischen Tool, Helmet und System of a Down zelebrierte die Band um den ehemaligen C7inch Gitarristen Roger Hofmann ihre eigenwillige und komplexe Härte. Nach einem verstrakten Instrumental-Intro spielte sich die Band durch den Grossteil ihres Debütalbums. Pinodes Songs besitzen viel Dynamik und kontrollierte Wucht, aber auch ein grosses Mass an Komplexität, was das Publikum oftmals überforderte. Die Midtemponummern von Pinode sind nicht durchgängig: Immer wieder unterbrechen Breaks die Songs. Das war für das Publikum in der I45 etwas zuviel. Einige setzten sich hin, andere zogen davon. Sänger Mich Röthlin zeigte sich von Rufen nach schnelleren und härteren Songs unbeeindruckt. Scherzeshalber kündigte er immer wieder an, diesen Wunsch zu erfüllen, die Band hielt sich allerdings nicht daran. Einmal vermeinte man sogar, die englischen Talk Talk während ihren experimentellen Phasen zu hören. Auch Röthlin's Gesang entzog sich immer wieder den genre-typischen Klischees. Meistens liess er seine Stimme anschwellen oder flüsterte die teilweise banalen Texte (Life it what you make it) ins Mikrofon. Eher selten schrie er aus voller Brust. Eine solche Unangepasstheit an das Publikum macht schliesslich eine grossartige Band aus.
15.08.2002Pinode - Debut
Bericht von: Marco FellmannAus Engelberg stammt die Band Pinode. Auf ihrer Debüt CD liefern die vier Jungs ein solides Werk ab. Nachdem ein Teil der Band bereits in früheren Tagen in verschiedenen Metal Bands tätig war, wurde mit der Band Pinode die Richtung in eher rockige Sphären eingeschlagen. Die Songs von Pinode sind vom Stil her Richtung Grunge/Alternative-Rock anzusiedeln. Die ausdrucksstarke Stimme von Sänger Mich, sowie die soliden und vielseitigen Song - Arrangements überzeugen. Kraftvoll, jedoch ohne Aggression versprühen die Songs viel Energie und kreieren im Kopf des Zuhörers ein Klangbild in verschiedensten Farben. Zu loben ist auch die sonst nicht immer so fette Produktion bei Eigenproduktionen. Also mal reinhören Leute oder die Band mal live hören gehen!



